Professor Hans-Peter Burghof wurde auch für langjährige FDP-Mitgliedschaft geehrt
Er ist in Adenau aufgewachsen, und gehört heute zu den führenden Bank– und Finanzexperten in Deutschland. Man kennt ihn als regelmäßigen Studiogast beim SWR, bei den heute-Nachrichten,oder z. B. bei “hart aber fair”. Dort wird er immer dann gefragt, wenn wieder mal eine Bank in Schwierigkeiten ist, oder zurate gezogen, wenn die Börsen– und Wechselkurse in Turbulenzen geraten.
Hans-Peter Burghof ist seit 2003 Professor für Bankwirtschaft und Finanzdienstleistungen an der Universität Hohenheim und dort Prorektor für Internationalisierung und Wirtschaftskontakte. Er war 2008 Mitinitiator des Hohenheimer Aufrufs zur Finanzkrise “Keine Wirtschaftskrise herbeireden” und
vertritt heute die Meinung, dass Spekulation wichtig für die Ökonomie ist. Auf Einladung der FDP-Adenau und der Landtagskandidatin Christina Steinheuer kam Professor Burghof nun wieder nach Adenau, um dort über das Thema “Deutschland im Aufschwung – Stärken und Hausaufgaben” zu sprechen.
Dies stieß offensichtlich auf sehr großes Interesse. In der Gaststätte “Gemütliche Ecke” war kein freier Platz mehr zu finden. Doch bevor es in die vermeintlich trockene Materie der Banken und Finanzwelt ging, hatten die Liberalen noch eine Überraschung parat: Der FDP-Kreisvorsitzende Ulrich van Bebber, die stellvertretende FDP Kreisvorsitzende Christina Steinheuer und der Adenauer FDP-Vorsitzende Dr. Manfred Kürsch verkündeten dem sichtlich überraschten Gast, dass er noch vor dem Vortrag für seine langjährige Mitgliedschaft in der FDP geehrt würde. “Wir freuen uns nicht nur, dass Herr Professor Burghof Mitglied der FDP ist, sondern auch der FDP im Kreis hier immer treu geblieben ist”, erläuterte Steinheuer.
Der fundierte, trotzdem aber leicht verständliche und mit vielen Beispielen versehene Vortrag zeigte zwei entscheidende Punkte: Prof. Burghof hatte zum einen Heimvorteil als ehemaliger “Addener Jung”, zum anderen war sein Thema angesichts der erst kürzlich überwundenen Wirtschaftskrise von hoher Aktualität. Prof. Burghof brachte die Probleme aus der Finanzwelt mit einem einfachen Bild auf den Punkt: „Wenn Sie im Meer stehen, und es kommt eine Welle auf Sie zu, können Sie immer noch darunter hinwegtauchen. So haben es die Banken bei den meisten Krisen bisher immer gemacht. Doch 2008 war anders. Wenn im Meer zwei Wellen von zwei verschiedenen Seiten auf Sie zurollen, schlucken Sie Salzwasser. Und genau das passierte mit den Banken!”
Mit einer Prise Humor und anschaulichen Beispielen zeigte Prof. Burghof auf, wie die Krise zustande kam und welche Folgen sie bis heute hat. Er nahm eindeutig Stellung gegen die Gleichschaltung des Bankenwesens in Europa. Vielmehr sah er in der Vielfalt die Chance, in Zukunft kommende Krisen
besser abfangen zu können. In der anschließenden Diskussion konnten die hochinteressierten Zuhörer ihren Sorgen Ausdruck verleihen und die Meinung des Fachmanns für Bankenwesen zu brennenden Fragen einholen.


