Von unserer Redakteurin Beate Au
M Waldorf. Mit einer guten Portion Galgenhumor verdauten die Liberalen bei der Wahlparty von Jessica Frömbgen in Waldorf, dass die FDP im rheinland-pfälzischen Landtag nicht mehr vertreten sein wird. Es gab Nudelsalat und Würstchen. Die Tische waren in Blau und Gelb eingedeckt.
„Die Atomangst hat uns wie ein Tsunami hinweggespült“, kommentierte der FDP-Kreisvorsitzende Ulrich van Bebber die harte Landung der Landes-FDP unter der 5-Prozent-Hürde. „Prozente haben wir in flüssiger Form mitgebracht“, meinte die Direktkandidatin für den Wahlkreis 4, Christina Steinheuer. Das Debakel auf Landesebene schreibt die FDP im Kreis Ahrweiler den aktuellen Ereignissen in Japan zu. „Die Kernschmelze war das Thema an den Infoständen, obwohl wir in Rheinland-Pfalz kein einziges Atomkraftwerk haben“, berichtet Steinheuer von der Stimmung vor der Wahl. „Den Liberalen tut das Ergebnis weh. Da brechen politische Strukturen weg“, meinte van Bebber. Steinheuer sieht darin aber auch die Chance, dass die Kreisverbände in Zukunft mehr gelten. Ein gutes Zeichnen für die Basis: Am Wahlabend nahmen die Liberalen ein neues junges Mitglied in ihren Reihen auf: Felix Latzel aus Birresdorf, 19 Jahre alt.
RZ Bad Neuenahr-Ahrw. vom Montag, 28. März 2011



