
Die Vertreter der FDP aus dem Kreis Ahrweiler gratulierten Rainer Brüderle zu seiner Wiederwahl als Landesvorsitzender mit einem historischen Plakat (von links nach rechts): Ulrich van Bebber, Rainer Brüderle, Jessica Frömbgen, Christina Steinheuer.
FDP geht optimistisch in die Landtagswahl
Ahrkreis-Delegierte gratulieren Rainer Brüderle zur Wiederwahl
Mit einem historischen, trotzdem aber immer noch aktuellen Wahlplakat überraschten die FDP-Landtagskandidatinnen Christina Steinheuer und Jessica Frömbgen zusammen mit dem FDP-Kreisvorsitzenden Ulrich van Bebber aus dem Kreis Ahrweiler den Landesvorsitzenden Rainer Brüderle beim Landesparteitag in Ransbach-Baumbach. Er war kurz vorher mit einem Traumergebnis von 96,1 % erneut zum Landesvorsitzenden gewählt worden. Dass seine power ungebrochen ist, hatte er vorher in einer kämpferischen Rede gezeigt. Brüderle kritisierte vor allem die Grünen, die die Einheitsschule einführen und die Noten abschaffen wollten. “Unsere Kinder sind keine Einheitskinder und deshalb brauchen wir auch keine Einheitsschule”, rief Brüderle den Delegierten zu. Die FDP stehe für wirtschaftlichen Erfolg und den Mittelstand.
“Wir haben im Kreis Ahrweiler ein attraktives und vielfältiges Schulangebot, das wir uns nicht durch zentralisierte Einheitsschulen kaputtmachen wollen,” bekräftigte Steinheuer. “Neben einer guten Kinderbetreuung und einem attraktiven Schulsystem brauchen wir gerade im Kreis Ahrweiler auch eine gute Infrastruktur, wie zum Beispiel ausgebaute Straßen und ein leistungsfähiger Internetzugang. Sonst können wir junge Leute nicht in der Region halten,” ergänzte Jessica Frömbgen.
Auch der FDP-Spitzenkandidat für die Landtagswahl, Herbert Mertin, schwor die Delegierten auf den Wahlkampf ein. Er sagte, die beiden großen Parteien im Land seien vor allem durch Skandale aufgefallen. Der SPD habe die absolute Mehrheit nicht gut getan. Deshalb sei es wichtig, dass die FDP wieder mitregiere. Auch er griff Positionen der Grünen an. Infrastrukturmaßnahmen wie der Hochmoselübergang seien für die wirtschaftliche Entwicklung in den ländlichen Regionen von entscheidender Bedeutung, sagte Mertin.
“Mir ist es vor allem auch wichtig, die dörflichen Strukturen erhalten, denn sie bieten und schaffen Heimat und Zusammenhalt. Hier kennt man sich, hier hilft man sich, ohne immer auf den Staat zu warten. Das ist gerade in einer immer mehr durch internationale und globale Ereignisse bestimmten Welt wichtiger denn je,” erläuterte die 31 -jährige Journalistin Christina Steinheuer aus Grafschaft.


