• General-Anzeiger vom 29.10.2011

    Von Günther Schmitt

    Kreis Ahrweiler. Er brennt dem Kreis Ahrweiler auf den Nägeln, der Lückenschluss der Autobahn 1 am westlichsten Zipfel des AW-Landes. Es geht um die Strecke zwischen Kelberg in Rheinland-Pfalz und Lommersdorf in Nordrhein-Westfalen.

    Das sind 24 Kilometer, 14 auf rheinland-pfälzischer Seite, zehn im Nachbarland. Seit mehr als 30 Jahren warten die Bürger der Eifel auf den Bau. Das Warten kann der Kreistag von Ahrweiler zwar nicht verkürzen, doch mehr Tempo beim Bau der Autobahn fordern. Eine entsprechende Resolution wurde am Freitag gegen die Stimmen der Grünen auf den Weg nach Berlin und Mainz gebracht.

    Die Kernaussage: “Wir fordern den sofortigen und schnellstmöglichen Abschluss des Planfeststellungsverfahrens zwischen Kelberg und Lommersdorf, der seit 30 Jahren versprochen ist. Die Bundes- und Landesregierung werden aufgefordert, sich für die unverzügliche Fertigstellung des Weiterbaus einzusetzen und auf den Lückenschluss der A 1 zu drängen.”

    Ergänzt werden soll die Resolution, deren Basis die FDP geliefert hatte, und die nach einer Sitzungspause von CDU, SPD, FDP und FWG komplett getragen wurde, durch eine Unterschriftenaktion pro Lückenschluss. Landrat Jürgen Pföhler hatte zuvor übrigens eine Kurzversion der Forderung parat: “Nur fünf Worte: Fangt endlich an zu bauen.”

    Die Ablehnung begründete für die Grünen Wolfgang Schlagwein mit Hinweis auf den Koalitionsvertrag in Mainz, der “naturschutzfachliche Planungen mit besonderer Untersuchungstiefe parallel zu einer Nullvariantenuntersuchung vorsieht”. Dass die Menschen im Adenauer Raum durch das Fehlen des Autobahnteilstückes “gebeutelt” sind, unterlegte Jochen Seifert für die FWG: “Nur weil der Lückenschluss fehlt, fahren jeden Tag 12 000 Fahrzeuge durch Adenau, 15 000 durch Blankenheim.”

    Walter Wirz (CDU) kritisierte nicht nur das lange Warten, sondern machte auch klar, dass es bei dem Lückenschluss um die wirtschaftliche Existenz der Menschen in der Westeifel und am Nürburgring gehe. Für die SPD sah MdL Marcel Hürter den Autobahnbau als unverzichtbare Infrastrukturmaßnahme für die gesamte Eifel, um die Gemeinden auch in Zukunft als “attraktive Wohn-, Arbeits- und Lebensstandorte zu erhalten”.

    Und Ulrich van Bebber unterstrich für die Liberalen: “Die Anbindung über die A 1 ist nicht nur wichtig für die touristische Erschließung der Eifel, sondern vor allem auch für die Schaffung neuer Arbeitsplätze und den Nürburgring.” Die Resolution wurde mit ähnlichem Wortlaut auch im Nachbarkreis Vulkaneifel verabschiedet.

    Dieser Artikel wurde am 02. November 2011 um 08:21 Uhr verfasst und gelistet unter Allgemeines. Sie können alle Kommentare über den RSS Feed verfolgen. Sie können einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf Ihrer Website setzen.
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