• Seit vielen Jahren wehren sich die Liberalen gegen das Baugebiet am Schopphof, hier 2009 mit Landwirt Alfred Schopp (vorne), der dem FDP-Kreisvorsitzenden Ulrich van Bebber (dritter von rechts), dem damaligen Staatssekretär Günter Eymael (vierter von rechts), sowie Martin Göddertz (sechster von rechts), und Christina Steinheuer (vorne, kniend) mit betroffenen Bürgern das geplante Baugebiet zeigt.

    Seit vielen Jahren wehren sich die Liberalen gegen das Baugebiet am Schopphof, hier 2009 mit Landwirt Alfred Schopp (vorne), der dem FDP-Kreisvorsitzenden Ulrich van Bebber (dritter von rechts), dem damaligen Staatssekretär Günter Eymael (vierter von rechts), sowie Martin Göddertz (sechster von rechts), und Christina Steinheuer (vorne, kniend) mit betroffenen Bürgern das geplante Baugebiet zeigt.

    Die FDP Grafschaft hält die von der Mehrheit des Gemeinderates jüngst beschlossene erneute Offenlegung des Bebauungsplanes „Verlängerte Weststrasse” in Grafschaft-Esch für einen Taschenspielertrick. „Dass aus einem allgemeinen Wohngebiet nun ein Dorfgebiet wird, ermöglicht den Verfechtern des umstrittenen Projektes dieses weiter zu verfolgen, da in einem Dorfgebiet höhere Emissionswerte zulässig sind”, ärgert sich Martin Göddertz, stellvertretender Vorsitzender der Grafschafter Liberalen, der in Esch wohnt und dort auch Mitglied im Ortsbeirat ist. Trotz der erhöhten Werte ist ein Lärmschutzwall nach wie vor von Nöten. „Leidtragende dieser Ausweitung der Emissionswerte sind dann die Menschen, die dort leben wollen”, betont Göddertz.

    Mit Göddertz einig sind sich auch die beiden Mitglieder der FDP-Fraktion im Gemeinderat, die Journalistin Christina Steinheuer aus Oeverich und der pensionierte Soldat Hartmut Wüst aus Karweiler, die ebenfalls das gesamt Bauvorhaben an dieser Stelle strikt ablehnen. „Wir können seit Jahren keinen Sinn darin erkennen, in unmittelbarer Nähe zu einem leistungsstarken landwirtschaftlichen Betrieb Wohnhäuser zu planen, die aufgrund ihrer Nähe zum Betrieb diverse Einschränkungen und Auflagen beachten müssen”, begründet Steinheuer die konsequente Ablehnung des Vorhabens seitens der FDP. „Dass Schlafzimmer eine bestimmte Ausrichtung haben müssen, Garagen ebenso und viele andere Details vorgegeben werden, macht deutlich, wie krampfhaft an der Stelle anscheinend um jeden Preis ein Prestigeprojekt der CDU-Grafschaft durchgeboxt werden soll”, so Steinheuer.

    Die Grafschafter Liberalen wollen an der Stelle kein Baugebiet, sondern dem Landwirt Alfred Schopp und seiner Familie Entwicklungsmöglichkeiten belassen. Daran ändert auch die Tatsache nichts, so Steinheuer, dass in dem Gebiet ursprünglich 80, jetzt nur noch 30 Häuser, geplant werden. Verwundert ist die Liberale darüber, dass für die deutlich verringerte Anzahl an Häusern nach wie vor dieselbe Fläche ausgewiesen werden soll. Das sei unlogisch und lege den Verdacht nahe, dass es nicht um das Schaffen von sinnvoll zu nutzendem Wohnraum ginge, sondern um die Fläche an sich, die von Ackerland in Bauland umgewandelt, eine deutliche Wertsteigerung erfahre.

    „Leider hat im Rat die CDU die absolute Mehrheit”, bedauert Wüst. Sollte der Schopphof in näherer Zukunft noch weitere Erweiterungen planen, müssten auch diese in den Planungen berücksichtigt werden. „Es wird spannend zu beobachten, ob die Mehrheit des Rates sich dann irgendwann zu einer Ausweisung eines Industriegebietes, in dem man wohnen darf, entschließt, nur um dieses Projekt, dass von der Mehrheit der Bewohner von Esch nicht gewollt wird, weiter voranzutreiben”, so Göddertz.

    Dieser Artikel wurde am 11. Februar 2013 um 22:01 Uhr verfasst und gelistet unter Allgemeines, Kreis Ahrweiler, Pressemitteilung. Sie können alle Kommentare über den RSS Feed verfolgen. Sie können einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf Ihrer Website setzen.
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