• Pressemitteilung

    Verfasst am 13.10.2018

    von S.P.Czernik

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    Leserbrief zu „Alternative für Deutschland ist wieder im Kreistag“ in BLICK aktuell 40/2018

    Man weiß schon beim ersten Lesen des Artikels „Alternative für Deutschland ist wieder im Kreistag“ nicht, ob man lachen oder weinen soll. Spätestens beim zweiten Mal wird dann jedem, der einen klaren Verstand und ein Mindestmaß an politischer Bildung besitzt, bewusst: es ist im wahrsten Wortsinne lächerlich! Und zwar so sehr, dass man heulen könnte.

    Glaubt die AfD, glauben denn die Herren Petri und Dr. Hüdepohl allen Ernstes, dass die Bürgerinnen und Bürger im Kreis Ahrweiler so leicht zu täuschen sind? Dass niemand die Nachrichten verfolgt, Zeitungen liest oder nur eine einzige Minute nachdenkt, wenn man so etwas liest?

    Das Gegenteil ist doch der Fall! Die Menschen wissen genau, dass die „Sorge“ der drei ehemaligen AfD- Mitglieder, die AfD könne „nach dem Essener Parteitag ihren Kurs ändern und sich radikalisieren“, absolut berechtigt war! Sie wissen genau, dass die „Kräfte“, denen Frauke Petri seinerzeit „ihre Wahl verdankte“, diese eben nicht nur „fortgeschwemmt“, sondern auch darüber hinaus ihren „Tribut“ gefordert haben – und noch immer fordern. Dass es eben jene „schwerwiegende Gewichtsverlagerung im Selbstverständnis, in Programmatik, Stil und Kultur der AfD“ war und ebenso jene „Kampfansage an die bürgerlich-konstruktive Grundorientierung der damaligen Mehrheit“ in der AfD, die „mittlerweile Realität“ wurde. Hüdepohl lag mit seiner damaligen Prognose nicht daneben – sondern er lag goldrichtig! Und jeder weiß das.

    Wenn Hüdepohl und Petri nun, naturgemäß hofiert selbst vom Landesvorsitzenden Junge, „wieder für die AfD in den Kreistag einziehen“ wollen, dann wissen sie ganz genau, dass sie für eine Partei kandidieren, die von Essen und den damaligen Befürchtungen schon Lichtjahre entfernt ist. Deren Feigenblatt inzwischen so winzig wurde, dass die üble Geschwulst darunter für jeden sichtbar ist, der sehen will. Eine Partei, die sicher auch viele enttäuschte Konservative, Europaskeptiker und Politikverdrossene an sich binden mag. Die aber – und das ist es, was in aller Deutlichkeit gesagt und worin den beiden Herren und ihrer Beschwichtigungsstrategie mit aller Kraft widersprochen werden muss – auch und zunehmend all jene duldet, die in Deutschland schlichtweg keine Duldung erfahren dürfen: Identitäre, Pegidisten, Revisionisten, Rechtsradikale, Rechtsextremisten und Nazis jeglicher Couleur!

    Seit 20 Jahren bin ich in der Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus tätig, fünf Jahre davon habe ich mich mit der rechten Szene in Deutschland und ihren Bauernfängern auseinandergesetzt, und ich kann mit Fug und Recht behaupten, dass ich den Wolf erkenne, auch wenn er einen Schafspelz trägt. Ich war der Erste, der in meiner damaligen Funktion öffentlich die Beobachtung der AfD durch den Verfassungsschutz gefordert hatte, wie sich dem „Handelsblatt“ vom 21.10.2015 entnehmen lässt. Drei Jahre später ist diese Forderung akuter und lauter denn je, und wer diese Tatsache leugnen oder die AfD schönreden will, der ist kein verlorener Sohn, sondern ein verlogener.

    Ich bin der festen Überzeugung, dass die Bürgerinnen und Bürger im Kreis Ahrweiler das ebenfalls so sehen und sich bei den Kommunalwahlen 2019 daran erinnern werden, mit welchen faulen Aussagen die AfD-Vertreter ihnen hier das Kreuzchen schmackhaft machen wollten. Wer eine politische Alternative jenseits der grosskoalitionären Parteienlandschaft sucht, die keine Alternative für Denkfaule ist, dem sei jedenfalls versichert, dass es auch politische Kräfte gibt, die sich entwickelt haben, ohne dabei in die Radikalität abzudriften. Andy Neumann

    FDP Kreisverband Ahrweiler

    Dieser Artikel wurde am 13. Oktober 2018 um 9:41 Uhr verfasst und gelistet unter Pressemitteilung. Sie können alle Kommentare über den RSS Feed verfolgen. Sie können einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf Ihrer Website setzen.
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