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    Verfasst am 05.03.2019

    von S.P.Czernik

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    Rheinzeitung, 27.2.2019

    Kreis-FDP will bessere Verbindungen und weniger Belastungen für Bevölkerung am Mittelrhein

    Kreis Ahrweiler. Die FDP im Kreis setzt im Kommunalwahlkampf auf die Karte Mobilität. Egal wo die Liberalen sich zu Wort melden, bessere Straßen, weniger Lärm, bessere Verkehrsanbindungen für die Bürger gehören stets zu den Standardforderungen von Ulrich van Bebber, Vorsitzender der 155 Mitglieder im Kreis. Beim jüngsten Parteitag in Bad Neuenahr wurde zudem ein Antrag verabschiedet, der noch über die Kreisstraßen hinausfährt.

    Im „Gesamtkonzept Mobilität 2030 für den nördlichen Mittelrhein“ fordert die FDP die Kommunen, Kreise, politisch Verantwortlichen und Mandatsträger am nördlichen Mittelrhein auf, „ein zukunftsweisendes, ideologiefreies Gesamtkonzept Mobilität für den nördlichen Mittelrhein zu entwickeln, in dem die Verkehrsträger Schifffahrt, Straßen und Schiene einschließlich des ÖPNV vernetzend betrachtet und ein Konzept für die künftige Gestaltung entwickelt wird“. So sollen die Leistungsfähigkeit dieser Verkehrsträger wie auch Umwelt, Lärmschutz und Verkehrssicherheit verbessert werden.

    Dem Auto wird bei diesem Mobilitätskonzept im ländlich strukturierten Norden des Landes auch für die kommenden Jahre eine herausragende Rolle zugeschrieben. Ein gut ausgebautes Straßennetz sei ein wichtiger Standortfaktor gerade in den kleinen Dörfern. „Ohne gute Straßenanbindungen sind die Orte für Handwerk und Gewerbe und langfristig für junge Familien nicht attraktiv. Gute Straßen sind auch wichtig für den Busverkehr“, weiß man bei der FDP.

    Die Liberalen fordern in ihrem Konzept aber auch, die Konflikte, die durch die Verkehrskonzentration im nördlichen Mittelrheintal entstehen, zu lösen. „Die Staus nehmen zu, gleichzeitig werden die Lärmbelastungen durch Bahn und Straßenverkehr, zusätzlich zum Schiffsverkehr, für die Bürger immer unerträglicher.“ Bedauert wird in diesem Zusammenhang, dass das Bundesverkehrsministerium eine alternative Schienenverkehrsstrecke auf die lange Bank schieben wolle.

    Ungeachtet dessen müsse die jetzt zu führende Mobilitätsdebatte Verkehrsströme über ÖPNV, Radwege, Ortsumgehungen, eine neue Rheinquerung, den Lärmschutz beim Bahnverkehr, auf Bundesstraßen und beim Schiffsverkehr, neue Antriebstechniken, Zubringerverkehre und die Elektrifizierung der Ahrtalbahn oder alternative Antriebstechnologien beinhalten. Einzubeziehen seien dabei auch die demografische Entwicklung und die Potenziale, die die Landesgartenschau 2022 in Bad Neuenahr-Ahrweiler biete.

    Ein Forum für diese Debatte am unteren Mittelrhein kann aus Sicht der Kreis-FDP die Landesinitiative „Starke Kommunen – starkes Land“ sein, in der sich die Städte Remagen, Sinzig, Bendorf, Neuwied und Andernach sowie die Verbandsgemeinden Bad Breisig, Weißenthurm, Vallendar, Bad Hönningen, Linz und Unkel zusammengetan haben. Von ihr erwartet die FDP, „dass sie entsprechende Konzepte entwickelt.

    Dabei setzt die FDP auf die Unterstützung des Landes und „ihres“ Verkehrsministers Volker Wissing. Der habe erst jüngst die Fördersätze für kommunale Infrastrukturmaßnahmen erhöht. Künftig erhalten Kommunen für den Bau von Radwegen, den Ausbau von Straßen auf der freien Strecke und für die Sanierung von Brücken und Stützmauern einen Förderzuschlag von zehn Prozent zum Grundfördersatz.

    „Dies bedeutet auch mehr Geld für die Kreisstraßen im Kreis Ahrweiler“, freut sich Kreisvorsitzender Ulrich van Bebber. „Mit der erhöhten Förderung durch das Land können jetzt noch mehr Projekte angegangen werden“, erläutert seine Stellvertreterin Christina Steinhausen.

    Eine für den Kreis Ahrweiler wichtige Fördermaßnahme betreffe auch den Bau von Radwegen. Hier habe das Land den Fördersatz auf maximal 90 Prozent inklusive Zuschläge erhöht. „Radwege haben auch mit blick auf den Tourismus eine immer größere Bedeutung. Gerade mit Blick auf die Landesgartenschau 2022 muss hier im Kreis noch deutlich mehr investiert werden“, so van Bebber. ua

    Dieser Artikel wurde am 05. März 2019 um 17:15 Uhr verfasst und gelistet unter Allgemein. Sie können alle Kommentare über den RSS Feed verfolgen. Sie können einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf Ihrer Website setzen.
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